Freilassing 2 spielt 4:4 in Taufkirchen

27.02.2018

Nach der unerwartet hohen Niederlage gegen Wasserburg hat der Klub beschlossen, das Duell der dritten Mannschaft in Grassau höher zu gewichten.

Nach der unerwartet hohen Niederlage gegen Wasserburg hat der Klub beschlossen, das Duell der dritten Mannschaft in Grassau höher zu gewichten als der Kampf der zweiten Mannschaft, die kaum noch zu retten ist. Deshalb hat Alfred keinen aus der dritten Mannschaft abgezogen und ist mit 7 Mann zum Tabellenzweiten nach Taufkirchen gefahren. Wir ließen Brett 1 unbesetzt und traten mit folgender Aufstellung an: Heinz Kratschmer (s), Ernst Kratschmer (w), Alfred bieniok (s), Florian Pöllner (w), Franz Klemm (s), Klaus Vogl (w) und Erich Köllerer (s).

Es erwies sich alsbald, dass auch die Heimmannschaft nicht vollzählig antreten würde. Denn sowohl Heinzs Gegner Georg Aigner als auch meine Gegnerin Barbara Borries kamen nicht, offensichtlich ein Planungsfehler. Somit blieben 3 Bretter unbesetzt und wir gingen mit einem 2:1 Vorsprung in den Kampf. Mein bericht erfasst somit diesmal nur 5 Partien. Da ich selbst ja nicht spielen musste konnte ich diese natürlich umso genauer mitverfolgen und wurde Zeuge eines kuriosen Wettkampfes.

Erich Köllerer hatte sich bereit erklärt, kurzfristig für uns einzuspringen, er hatte es mit Hubert Forster (1575) zu tun. Errich fand gut in die Partie und erkennbaren Druck am Damenflügel, verdoppelte dort die Türme und griff den Springer c3 an. Weiß konnte nur mit dem Turm decken, doch nicht ohne Tücken, wie sich noch zeigen sollte. Mit dem Läufer sießte Erich dann eine Qualität auf, diese zu nehmen erwies sich nach dem Konterzug Dd4 als falsch, denn nun konnte sen Gegner wegen der Mattdrohung auf h8 nicht nur einen Bauern abholen, nein, er gewann gleichzeitig die Qualität zurück und blieb in klarer Gewinnstellung zurück. den Rest spielte Erich dann gar nicht mehr gut und machte es seinem Gegner ziemlich leicht, den vollen Punkt einzuheimsen. Schade, da wäre viel mehr drin gewesen.

Tragisch verlief es auch für Klaus Vogl, der von Günther Schütze (1604) bereits remisangebote abgelehnt hat, weil er ja besser stand. Etwas direktes war aber auch nicht zu sehen, bis es dann schließlich passierte. Sein Gegner zog einen Bauern 2 Felder neben den Bauern von Klaus, dieser enntschloss sich nach kurzem Nachdenken zum Schlagen im Vorübergehen. Antwort: schachmatt in einem Zug! Durch das Schlagen wurde nämölich die Damenlinie des Gegener geöffnet und Klausens König hatte kein Fluchtfeld. Enorm ärgerlich, denn auch andere standen sehr kritisch.

Alfred Bieniok musste sich lange gegen Peter Eberlins (1652) auf engstem Raum verteidigen. objektiv gesehen stand Alfred auf Verlust, doch dann tauschte Weiß seinen aktiven Läufer gegen den passiven Springer, den Bauern, den er zwischenzeitlich gewann, musste er wieder hergeben, weil Alfred stark am Damenflügel stand. somit war es wieder völlig offen, fürs Endspiel war Alfred nun gut gerüstet, nun halt es, den c-bauern im Schach zu halten und gleichzeitig einen Überfall auf den König zu verhindern. Alfreds Läufer auf f6 hielt den Königsflügel zusammen, der Bauer rückte auf c7 vor. Nun schlug Alfred diesen so, dass beide Türme auf der siebten Reihe verteidigen konnten. Das war der einizge Zug gegen das nun folgende Qualitätsopfer. Egal welche Variante Weiß nun wählte, er kam immer mit einer Qualität weniger raus. Alfred siegte, 3:3.

Franz Klemm kämfte gegen Herbert Oberhofer (1607) im Endspiel ums Überleben. Zuvor hatte er 2 Bauern verloren und es verblieben nur noch Turm und Leichtfigur auf beiden Seiten. Objektiv hoffnungslos, schien der Gegner aber nicht zu wissen wie er es verwerten soll, auch nicht nach dem Leichtfigurentausch. Statt einen Bauern gegen einen wichtigeren Bauern herzugeben verharrte er in einer recht passiven stellung der Figuren, was Franz gutes Gegenspiel bescherte. Als Weiß schlließlich doch Tb6 spielte sah Franz bereits den Konter Txe4xa4, der völlige bauerngleichheit herstellte und zudem den weißen König in einer passiven Position beließ. Am ende file sogar noch der weiße b-Bauer, doch die Tatsache, dass Franz nur noch einen Randbauern hatte, ließ keine Gewinnoption zu, also Remis, was eine gute kämpferische Leistung war gepaart mit etwas Glück weil der Gegner gelinde gesagt suboptimal spielte, aber an so einem Tag konnte ja alles passieren. 

Sogar ein Sieg für uns, denn Ernst Kratschmer, der gegen Florian Lehner (1722) sein übliches System anwandte, hatte einen Mehrbauern und deutlichen Vorteil. Nach dem damentausch hatte er ein angenehmes Turmendspiel, in dem er sogleich den zweiten Bauern gewann. Aber dann schlichen sich Ungenauigkeiten ein Zuerst verlor er einen Bauern wieder. Dann hatte er aber dennoch eine haushoch gewonnene Stellung, einen Turm auf der siebten Reihe und einen abgeschnittenen gegnerischen König auf der Grundreihe, sowie selbst einen aktiven König und einen gefährlichen Freibauern. Dass das alles nicht rechte, grenzt an ein Wunder, denn durch einen groben Bock erlaubt Ernst auch dem Gegner einen gefährlichen Freibauern, so dass König Turm und Bauer gegen König Turm und Bauer verblieben, was remis bedeutete. Damit endete im Grunde genommen keine Partie so, wie man es vom Spielverlauf her erwarten konnte. Ein Kampf der verpassten Chancen, Irrungen und Wirrungen endete damit wohl gerecht mit 4:4, was für uns zu wenig ist. Wir bleiben damit ganz unten und haben noch 2 schwere Gegner.

 
 
Schacheinzelmeisterschaft 2017 Inn-Chiemgau in Freilassing

Schachklub Freilassing 1927 e.V.
Römerstrasse 72
83404 Ainring
Tel. 08654 61619
Fax: 08654 479789

E-Mail:
info@schachklub-freilassing.de

Vorstand Klaus Stronk und Marianne Krause im Interview mit Bayernwelle


Interview Schachkllub Freilassing mit Bayernwelle

Kontakt

Schachklub Freilassing 1927 e.V.
Römerstrasse 72
83404 Ainring
Tel. 08654 61619
Fax: 08654 479789

E-Mail:
info@schachklub-freilassing.de