Freilassing 1 schlägt Tabellenführer Starnberg 1 - 6:2

27.02.2018

Mit Spannung erwartete man das Duell unserer ersten Mannschaft mit dem Tabellenführer Starnberg.

Mit Spannung erwartete man das Duell unserer ersten Mannschaft mit dem Tabellenführer Starnberg. Peter Donegani, der unermüdliche Mannschaftsführer, hatte im vorfeld versprochen, die Starnberger nicht ungehindert durchspazieren lassen zu wollen. Für den eigenen Aufstieg bräuchte es aber mehr als nur einen Sieg gegen sie und Neuburg. Doch um es offen zu halten, war ein möglichst hoher Sieg notwendig. Daher auch die Bestbesetzung von Freilassing. Besser geht nicht als Alman Durakovic (s), Zoran Velickovic (w), Emanuel Frank (s), Bernhard Besner (w), Hermann Hamberger (s), Arthur Hinteregger (w), Peter Donegani (s) und Michi Herrmann (w). Auch die Gäste waren nicht schlecht aufgestellt, und nun begann er also, der heiße Tanz auf dem Vulkan.

Als erstes war im Gegensatz zu früheren Runden einmal Bernhard Besner fertig. Dieser bekam von seinem bosnischen Gegner Safet Terzic (2150) in unübersichtlicher Stellung remis angeboten, Bernie nahm an. Hermann Hamberger hatte mit Schwarz gegen das von seinem Gegner Sven Szaleva (2051) angewandte Londoner System, eine Eröffnung die zwar kaum zu größerem Eröffnungsvorteil führt, auf der anderen Seite aber besonders sicher ist, zu kämpfen. Er glich leicht aus und ein friedlicher Ausgang war die Folge.

Nicht so leicht hatte es Peter Donegani, der sich einer Druckstellung von Stephan Wehr (1993) erwehren musste. Beide Seiten investierten viel Zeit, am Ende war die Stellung aber verteidigungsfähig, also auch hier remis. Währenddessen hatte Zoran Velickovic seinen Gegner Friedrich Absmaier (2118) bereits am Angelhaken und ließ ihn nicht mehr los, die Führung war da. Besonders spannend verlief die Partie von Emanuel Frank gegen Matthias Litzka (2074), in der Emanuel zunächst etwas kritisch stand. Wenn es positionell nicht gut um einen bestellt ist muss eben die Taktik helfen. Andererseits gibt es den Spruch: Wenn du positionell kaputt bist funktioniert auch die Taktik nicht, Was stimmt denn nun? In dieser Partie war die Antwort: ersteres! mit gezielten taktischen Schlägen konnte Emanuel den Sieg davontragen. Damit waren schon 3,5 Punkte eingesackt. 

 Die letzten Partien dauerten lange. Werfen wir zunächst einen Blick auf das Spitzenbrett Alman Durakovic gegen Matthias Schäfer (2266). Hier hatte Alman zumindest bequemen Ausgleich erreicht. Nach vielen Abtäuschen mündete die Partie in ein Turmendspiel, in dem Alman minimal besser stand. Doch sein Gegner erlaubte sich eine u8ngenauigkeit, und schon stand Alman deutlich besser, und dann auf Gewinn. Als er diesen dann eintütete, stand der Freilassinger Sieg bereits fest. War nur die Frage nach der Höhe, denn wie eingangs schon erwähnt könnte die eine Rolle spielen. Also hieß es warten.

Und es lohnte sich auch, den beide noch laufende Partien enthielten spannende Wendungen. Arthur Hinteregger gewann gegen Klaus Gschwendtner (2001) zunächst einen Bauern. Nach Damentausch erhielt dieser aber einen gefährlichen Freibauern, den er auch konsequent forcierte, erschwerend für Arthur kam noch hinzu, dass dieser Bauer von 2 Läufern unterstützt wurde und von 2 Springern bekämpft werden musste. Auf einmal hatte Arthur einen Bauern weniger, doch das Material war stark reduziert. Natürlich spielte sein Gegner weiter auf Sieg, doch der Widerstand von Arthur reichte für ein remis, eine ausgezeichnete kämpferische Leistung.

Fehlte noch Michi Herrmann, der eine Qualität mehr besaß. Sein Gegner Oilver Rulik (1967) machte ihm die Verwertung der Qualität aber schwer. Deshalb wandelte Michi seinen Vorteil Qualität in einen anderen Vorteil namens 2 Bauern um. Dieser erwies sich als wesentlich leichter zu verwerten, was zwar 90 Züge dauerte, aber mit einem Punkt belohnt wurde. Mr. Zuverlässig hatte also schon wieder zugeschlagen. Damit ging es 6:2 aus und damit hoffentlich genug Argumente, die Spitzenspieler für eine Reise nach Neuburg zu motivieren. Auf jeden Fall eine grandiose Leistung kämpferisch sowie spielerisch! Da kann man nur den Hut ziehen.

 
 
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